OAKC – Teilnehmer ganz vorn dabei; beim der zweiten Veranstaltung ADAC Kart Masters in Wackersdorf
12.05.2009
Entsprechend den Ergebnissen der Kart-EM-Qualifikation in Ceska Lipa gehörten in den Klassen KF 3 und KF 2 Marvin Kirchhöfer, Yannik Witte, Maximilian Koch und Florian Herzog zu den Favoriten. Mit Mike Beckhusen und Christopher Röhner konnte man bei den Bambini B rechnen. Bei der Bambini A sind es gleich vier, welche Podestplätze erringen können; Kim-Luis Schramm , Lukas Wenig und Kevin Metzner als sichere Bank und Toni Wolf mit etwas Glück.
Die 19 Fahrer in der Klasse Bambini B sind ein mageres Starterfeld. Neunzehn Fahrer aus dem gesamten Gebiet der BRD, das ist schwach. Sind es die sinkenden Kinderzahlen, oder das Regelwerk des DMSB, oder die Preisentwicklung in den A und B – Klassen?
Was an Menge in der Bambini B fehlt, das wird durch Klasse aufgewogen. Mike Beckhusen (ADAC Berlin-Brandenburg – Tony/IAME) war Zeittrainings-Dritter. Ganze 0,026 Sek. hinter dem Trainingsschnellsten. Auch Christopher Röhner (dp-Racing Team – Gillard/IAME) lag als 5. nur 0,143 zurück. Zwischen Beiden der Neuling Max Hesse. Hesse ist ein allerseits bekannter Name aus vergangenen Zeiten und nun setzt der Sohn von Mario Hesse die Karttradition der Familie fort.
Der Einlauf des ersten Rennes war entsprechend der Startaufstellung. In der Einführungsrunde zum zweiten Rennen drehte sich Mike Beckhusen. Keiner seiner Mitbewerber lies Mike bis zur roten Linie vorbei. Also Start von hinten. Mike schaffte es bis auf den 5. vorzufahren. Christopher Röhner wurde hier 4. Christopher war zeitweise auch mal weiter vorn. Es geht in der Spitze knapp zu. Ein kleines Fehlerchen und schon sind ein, zwei Konkurenten vorbei.
24 Starter in der Bambini A. Hier gilt gleichfalls das oben geschriebene. Das Zeittrainings-Ergebnis sah Kim-Luis Schramm auf Startplatz 3. Lukas Wenig als Achter 0,578 hinter dem Ersten – ungewöhnlich! Kevin Metzner 1,609 zurück. Das war der 21. - nicht die Welt. Toni Wolf 22.
Im ersten Lauf errang Kim-Luis Schramm (ADAC Sachsen – Tony/IAME) die Führung. Rundenlang führte er. Möglich ein klarer Sieg, aber denkste! Gleich drei schoben sich vor Schluß an Kim-Luis vorbei. Kim-Luis konnte noch einen Platz retten. Damit wurde er Dritter.
Auf den Zweiten kam nach einer gewaltigen Aufholjagt Lukas Wenig (ADAC Sachsen – Monza/IAME) . Kevin Metzner (ADAC Sachsen – Monza/IAME) dümpelte als 17. ins Ziel gefolgt von Toni Wolf (ADAC Sachsen – Tony/IAME). Die Startaufstellung zum zweiten Rennen sah nun Lukas Wenig in der ersten Reihe, Kim-Luis Schramm in der zweiten und in der 9. Reihe standen Kevin Metzner und Toni Wolf. Ab ging es. Wieder übernahm Kim-Luis die Führung. Mit in der Führungsgruppe Lukas Wenig. Bis bei Lukas der Frontspoiler fehlte. Schade, das hätte wieder ein Platz ganz vorn für den ADAC Sachsen-Fahrer werden können. Deutlich verbessert war Kevin Metzner in diesem Rennen. Er holte auf und verkürzte den Abstand zur Spitze. Seine Rundenzeiten lagen mit 1.00.829 deutlich besser als beim Zeittraining. Als 9. kam Kevin ins Ziel. Wieder schob sich einer an Kim-Luis vorbei und wieder folgten in diese Lücke zwei weitere. Das war dann in diesem Rennen der vierte Platz für Kim-Luis nach der rundenlangen Führung!
Nach vier Rennen ist in der Zwischenwertung Lukas Wenig 4. , Kim-Luis Schramm 5. Kevin Metzner 10. und Toni Wolf 17.
49 Starter nahmen das KF 3 Zeittraining auf. Bester aus dem OAKC Bereich Yannik Witte (dp-Racing Team – Gillard/XTR) mit der 5. Zeit! Nachdem Stephan Schönlebe ( ADAC – Tony/Vortex) im freien Training schon zweimal Schnellster seiner Gruppe war, deprimierte seine 17. Trainingszeit von 51.938. Ein neuer Auspuff am Kart hatte diesen offensichtlich „langsam“ gemacht. Noch trauriger verlief das Zeittraining für Marvin Kirchhöfer (dp-Racing Team – Gillard/Maxter ). Die 19.Zeit. Das Max Koch (ADAC Sachsen – CRG/Maxter) als 30. keine Freudensprünge machte ist klar. Die Qualifikation zu den Finalrennen wurde in Heat’s ausgetragen. Bester und beständigster OAKC Teilnehmer war Yannik Witte mit zwei 3.Plätzen ( 6 Punkte). Bei Max Koch lief es besser ; 23 Punkte. Stephan Schönlebe 24 Punkte und Marvin Kirchhöfer 41 Punkte nach einem Ausfall durch Karambolage. Verraucht die Favoritenträume.
Keiner der vier hat aufgegeben. Das zeigen die Ergebnisse der beiden Finalrennen!
Yannik Witte immer im Kampf um den ersten Platz wird 4. Stephan Schönlebe fährt hier an die Spitze heran und kommt als 6. ins Ziel. Dabei fährt Stephan die schnellste Rennrunde!
Max Koch kommt als 11. ins Ziel. Marvin Kichhöfer hatte sich fast bis an Max Koch herangearbeitet. Eine Rempelei warf Marvin dann zurück. Als 16. erreicht er das Ziel.
Im zweiten Rennen sichert Yannik Witte den vierten Platz. Stephan Schönlebe bemüht sich ganz nach vorn zu fahren. Dabei fährt er wiederum die schnellste Rennrunde dieses Rennens! Der 5.Platz der Lohn der Mühen. Marvin Kirchhöfer findet seine Form wieder. Als 6. ist er im Ziel. Eine tolle Leistung! Max Koch passiert als 13. den Zielstreifen und erhält, so sagt man, endlich mal Lob von seinem Vater!
Ein Topfavorit in der KF 2 ist der Dresdner Florian Herzog ( Kreuzer Motorsport – Zanardi/IAME) . Die 8. Trainingszeit zeigte zwar nicht sein ganzes Leistungsvermögen, aber er stand damit in Schlagdistanz im 51 Fahrer zählenden Feld. Was soll man schreiben, man muß es gesehen haben!! In seinem ersten und zweiten Heat siegt Florian. Da hatte keiner Zweifel, das es bei den Finalrennen so weiter geht. Es kam auch so! Nach Zweikämpfen übernahm Florian die Führung und war eindeutig Sieger des ersten Finalrennens. Im zweiten Lauf übernahm Florian Herzog wiederum die Spitze, aber irgendetwas stimmte da nicht. Es ging nicht so voran, wie gewohnt. Natürlich nutzten das die Nachfolgenden und Florian verlor Platz um Platz. Zurück bis zum Fünften. Eine sofortige Prüfung ergab eine lockere Hinterachse. Trotzdem ein sehr erfolgreiches Rennwochenende für Florian Herzog!
Die 16. Zeit beim Zeittraining im 32 Fahrer zählenden Feld ist dem Leistungsvermögen von Kevin Illgen (ADAC Sachsen – CRG/Maxter) nicht entsprechend. Und die 25. von Robert Jahnsmüller (ADAC Sachsen – CRG/TM) auch nicht seeligmachend.
Für Kevin kam während des ersten Finalrennen das Aus nachdem er sich mit einem Konkurenten verhackelt hatte. Chassis krumm und damit das Ende. Für die ganze Veranstaltung. Robert Jahnsmüller kommt hier als 22. ins Ziel. Im zweiten Finallauf wird Robert 23.
Am Sonnabend gab es schlimmen Ärger mit der Zeitnahme. Es fehlten von ganzen Klassen die Trainingsergebnisse und die Startaufstellungen. 49 Starter der KF 3 standen am Vorstart, weil keiner wusste wann er zum Start mußte! Und dann wird noch eine Bambini Klasse vorgezogen. Ein Horrorszenario für den Rennleiter! Die Damen im Rennbüro müssen böse Sprüche anhören. Sie sind ja nun überhaupt nicht für den Kuddelmuddel verantwortlich. Bis in die Morgenstunden arbeiten die Verantwortlichen an der Beseitigung der Fehler und am, Sonntag läuft alles wie geschmiert.
Ein weiteres kostenförderndes Problem steht in den Bambini und KF – Klassen an. Es werden Vergaser zu Traumpreisen gehandelt. Hier passt der Vergaser und dort geht er nicht. Raum für gekonntes Vergasertuning und Betrug. Es ist unverständlich, das ein Grundmotor KF 4 einen funktionierenden Schiebervergaser hat, preiswert und unkompliziert, siehe KZ 2 seid Jahren und dann werden bei KF 2 und KF 3 Drosselklappenvergaser vorgeschrieben. Ein Zweitaktmotor lebt von Saug – und Druckschwingungen. Spätestens seid den Fünfzigerjahren bekannt. Da hat eine quergestellte Drosselklappe nichts zu suchen. Den DMSB – Sicherheits – Gurus ins Stammbuch: die Hände gehören beim Fahren ans Lenkrad. Ganz alte Kfz – Weisheit. Bei den Bambini sind die Kinder genötigt mit einer Hand zu lenken und mit der anderen Vergaserschrauben zu drehen! Warum haben die Kinderklassen bei Rotax , Mini Rok, easy – Kart und World Formula Light Zulauf? Weil sie schon durch die Vergaser die laufenden Kosten im Rahmen halten! Darüber kann man an leitender Stelle mal nachdenken. Kartsport fördern, nicht zerstören.
Lutz Döpmann - OAKC Koordinator